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RAYON - KUNSTSEIDE - VISKOSE

Der Begriff

Kunstseide

geht auf Joseph Wilson Swan zurück, der 1885 die Bezeichnung „artifical silk“ für die von ihm künstlich erzeugten Nitratcellulosefilamente einführte. Später wurden als Kunstseide auch die auf Basis von Cellulose ersponnenen Kupfer-, Viskose- und Acetatfilamentgarne bezeichnet. Unter den Oberbegriff Kunstseide wurden noch bis in die 1950er/1960er Jahre allgemein und offiziell die Cellulosfilamentgarne zusammengefasst, denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich herausgestellt, dass sich diese Bezeichnung durch den Begriff Glanzstoff nicht verdrängen ließ.

Die Bezeichnung Glanzstoff war 1899 mit der Gründung der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG für die in ihrem Werk Oberbruch hergestellte „künstlich Seide“ aus Kupferoxidammoniakcellulose (Cupro) eingeführt worden. Die Absicht dabei war von vornherein, der Meinung, es handle sich um ein Surrogat für Naturseide die Spitze abzubrechen. Es sollte vielmehr ein neues Textilprodukt für neue und besondere Verwendungszwecke gegenüber der Naturseide werden.

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Das Verschwinden des Begriffs Kunstseide stand auch im Zusammenhang mit den Schutzrechtsprozessen um den Fabrikatnamen „Gütermanns Nähseide“ vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Ergebnis durften in der Bundesrepublik Deutschland bei Chemiefasern Wortverbindungen mit Seide wie z. B.

Viskoseseide

nicht mehr benutzt werden, weshalb auch die Oberbegriff Kunst- bzw. Chemieseiden für diese Erzeugnisse hinfällig wurde.


Rayon Viscose

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